Bericht des Präsidenten über das Vereinsjahr 2023
Letzthin konnte ich die Nistkastenkontrolle von 1960 in einem alten Protokoll studieren. An erster Stelle war die Kohlmeise, eigentlich wie heute noch, an zweiter Stelle der Trauerschnäpper, heute bei uns fast ausgestorben, an
dritter Stelle der Gartenrotschwanz, heute bei uns nur noch sehr selten. Das sind aber nicht die einzigen Arten. Wo ist das Rebhuhn, die Feldlerche, die Goldammer ,der Raubwürger, der Kiebitz, der Baumpieper und noch andere mehr?
Noch vor einigen Jahren konnte man diese Arten bei uns im Riet beobachten, heute sind sie verschwunden. Die
Verarmung der Vielfalt geht schleichend voran und ist ja offenbar gar nicht so schlimm, wie es von offizieller Stelle heisst.
Im Frühjahr wurde der Weiher an den Rändern ausgebaggert. Ziel dieser Massnahme war die Verlandung zu stoppen
und den Uferbereich besser bewirtschaften zu können. Die Baggerarbeiten waren so effizient, dass im ganzen Gebiet Arbeiten vorgenommen werden konnten. So wurden die kleinen Weiher im oberen Teil des Reservates wieder geöffnet. Im gleichen Jahr blühten wieder Pflanzen, welche zum Teil fast im Dickicht zu verschwinden drohten. Anfangs Sommer wurde mit Schülern der Oberstufe wieder eine Neophytenbekämpfung durchgeführt. Um die jeweils anstehenden Unterhaltsarbeiten möglichst effizient durchführen zu können wurde ein neuer Balkenmäher angeschafft. Damit können wir die Goldruten welche im Reservat immer noch vorkommen besser eindämmen.Im Herbst wurde mit der Holzergruppe entlang der Strasse eine Heckenpflege durchgeführt.
Der Tag der offen Tür am Bettag war ein grosser Erfolg. Bei schönstem Wetter besuchten uns viele
Interessierte darunter auch viele Kinder. Es wurden viele Führungen durchgeführt, bei denen die verschiedenen Teile
des Reservates und ihre Eigenheiten gezeigt wurden.
Danken möchte ich der Rhode Stadt und Vorstadt. Diese Rhode ist Eigentümerin eines Teils des Reservates Burst
und überlässt uns dieses alljährlich kostenlos.
Auch werden wir für unsere Arbeit jeweils von verschiedenen Institutionen finanziell unterstützt.
Ein spezieller Dank geht an die freiwilligen Helfer, welche immer wieder mit Freude und Elan die anfallenden Arbeiten in unseren Reservaten erledigen.
Ebenfalls geht ein Dank an alle Gönner, welche unseren Verein immer wieder unterstützen.
Die Zusammenarbeit im Vorstand ist erfreulich und ich hoffe, dass wir im laufenden Jahr wieder einige Aktivitäten durchführen können.
Der Präsident Peter Rodighiero